
LED-Typen: SMD, COB, GOB, IMD — was ist der Unterschied?
SMD, COB, GOB, IMD — hinter diesen Kürzeln stecken verschiedene Bauweisen, wie die einzelnen LEDs auf das Modul kommen. Die Bauweise entscheidet über Robustheit, Kontrast, Blickwinkel und darüber, wie fein der Pixel-Pitch werden kann.
SMD — der bewährte Standard
SMD steht für Surface-Mounted Device. Dabei sitzt jeder Bildpunkt als kleines, oberflächenmontiertes Bauteil auf dem Modul, das die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau in einem Gehäuse vereint (3-in-1). SMD ist seit Jahren der Standard für Indoor- und viele Outdoor-Wände: ausgereift, wirtschaftlich und in einem breiten Pitch-Bereich verfügbar. Die einzelnen LEDs stehen allerdings minimal hervor, sodass sie bei sehr feinen Pitches und im rauen Einsatz mechanisch empfindlicher sind als vergossene Bauweisen.
COB — robust, kontrastreich, sehr fein
Bei COB (Chip-on-Board) werden die LED-Chips direkt auf die Platine gesetzt und anschließend mit einer Schutzschicht vergossen. Das Ergebnis ist eine glatte, geschlossene Oberfläche ohne hervorstehende Bauteile. COB punktet mit hohem Kontrast, großem Blickwinkel, guter Wärmeableitung und hoher Robustheit — die Fläche ist unempfindlich gegen Berührung, Staub und leichte Stöße. Vor allem aber ermöglicht COB die feinsten Pixel-Pitches, weshalb hochauflösende Konferenz- und Studiowände sowie Leitstände oft auf COB setzen. Flip-Chip-COB gilt dabei als High-End-Variante mit besonders gleichmäßigem Bild.
GOB — Schutzschicht über SMD
GOB (Glue-on-Board) ist kein eigener LED-Typ, sondern eine Veredelung: Über eine fertige SMD-Bestückung wird ein transparentes Schutzharz aufgebracht. Das macht die Oberfläche schlagfest, wasserabweisend und staubgeschützt, ohne die Vorteile von SMD aufzugeben. GOB ist deshalb erste Wahl überall dort, wo die Wand etwas aushalten muss — bei Rental- und Touring-Anwendungen mit häufigem Auf- und Abbau ebenso wie bei berührbaren oder begehbaren Flächen und interaktiven Touch-Wänden.
IMD und Mini-LED — mehrere Pixel im Paket
IMD (Integrated Matrix Device, oft als 4-in-1 bezeichnet) fasst mehrere Pixel in einem gemeinsamen Package zusammen. Das verbindet zwei Vorteile: Es lassen sich sehr feine Pitches realisieren, und die Bauteile sind zugleich robuster und einfacher zu fertigen als einzeln bestückte Mikro-SMDs. In Kombination mit Mini-LED-Technik entstehen so feine, langlebige Indoor-Wände. Welche Bauweise für Sie die richtige ist, hängt vom Einsatz ab: SMD für klassische Anwendungen, COB für feinste und robuste Indoor-Wände, GOB für strapazierte Rental-Flächen, IMD/Mini-LED für feine Auflösung mit hoher Stabilität. Wir empfehlen den passenden Typ je nach Standort und Budget.
Häufige Fragen
Nicht pauschal. COB bietet Vorteile bei Kontrast, Robustheit und feinsten Pitches, ist aber teurer. Für viele Standardanwendungen ist gut ausgelegtes SMD die wirtschaftlichere Wahl.
GOB ist hier besonders beliebt, weil die vergossene Oberfläche den häufigen Auf- und Abbau, Berührungen und Transport gut wegsteckt. Auch robuste SMD-Rental-Panels werden eingesetzt.
Eine High-End-Variante von COB mit besonders gleichmäßiger Lichtverteilung und hoher Zuverlässigkeit. Sie kommt vor allem bei sehr feinen, anspruchsvollen Indoor-Wänden zum Einsatz.
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Passende Ratgeber
Der Pixel-Pitch ist die wichtigste Kennzahl einer LED-Wand: Er beschreibt den Abstand zwischen den einzelnen Bildpunkten. Je kleiner der Pitch, desto feiner das Bild — und desto näher darf der Betrachter stehen, ohne dass das Raster sichtbar wird.
Rental- und Festinstallations-Wände sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, sind aber für sehr unterschiedliche Zwecke gebaut. Wer den Unterschied kennt, wählt die Bauweise, die wirklich zum Einsatz passt.
Ob eine LED-Wand drinnen angenehm wirkt oder draußen gegen die Sonne ankommt, entscheidet die Helligkeit — gemessen in Nits. Indoor reichen oft einige hundert Nits, eine Außenwand braucht ein Vielfaches davon.