
Wie wird eine LED-Wand gesteuert? Controller & Receiving Cards
Eine LED-Wand zeigt nicht einfach ein HDMI-Signal an — dazwischen liegt eine Signalkette aus Controller und Empfangskarten, die das Bild in ein LED-taugliches Format übersetzt. Wer sie versteht, plant die richtige Steuerung.
Die Signalkette von der Quelle zur Wand
Am Anfang steht die Bildquelle: ein PC, ein Media-Player, eine Kamera oder ein Videoprozessor, der das Inhaltssignal liefert. Dieses Signal — etwa über HDMI, DVI oder im Profibereich SDI — geht an den Controller, auch Sending Unit genannt. Der Controller ist das Herzstück: Er nimmt das Videosignal entgegen und übersetzt es in das spezielle Datenformat, das LED-Module verstehen. Von dort wird das Signal an die einzelnen Empfangskarten in der Wand verteilt. Ohne diese Übersetzung könnte eine LED-Wand mit einem reinen Videosignal nichts anfangen.
Receiving Cards: die Module ansteuern
Hinter der Wand sitzen die Receiving Cards (Empfangskarten). Jede Karte steuert einen Block von LED-Modulen an und sorgt dafür, dass jeder einzelne Pixel zur richtigen Zeit die richtige Farbe und Helligkeit zeigt. Der Controller schickt das aufbereitete Bild an alle Empfangskarten, die es synchron auf ihre Module verteilen. So entsteht aus vielen Einzelmodulen ein zusammenhängendes, flüssiges Gesamtbild. Die Anzahl der nötigen Empfangskarten hängt von Größe und Auflösung der Wand ab.
All-in-One oder modular?
Es gibt zwei grundsätzliche Ansätze. All-in-One-Controller vereinen Empfang, Verarbeitung und Ansteuerung in einem Gerät — kompakt und einfach, ideal für überschaubare Wände. Modulare Systeme trennen Videoprozessor und Sending Unit und lassen sich flexibel skalieren, etwa für große Flächen, mehrere Quellen, Bild-in-Bild oder nahtloses Umschalten zwischen Signalen. Für Standalone-Werbung, die ohne angeschlossenen PC läuft, gibt es zudem asynchrone Media-Player: Sie spielen Inhalte und Zeitpläne eigenständig ab und lassen sich oft per App oder remote aktualisieren.
NovaStar als Standard — und der Hinweis zu Empfangskarten
In der Praxis hat sich NovaStar als Quasi-Standard für die Steuerung etabliert: All-in-One-Controller, Videoprozessoren, Sending Units und Empfangskarten aus einer Produktwelt, die gut zusammenspielen und remote bespielbar sind. Wichtig zu wissen: Empfangskarten sind häufig herstellerspezifisch — die Karten in der Wand und die Konfigurationssoftware müssen zusammenpassen. Beim Mischen von Komponenten verschiedener Hersteller ist daher Sorgfalt nötig. Wir legen die komplette Signalkette passend zu Ihrer Wand aus und übernehmen Controller-Setup und Kalibrierung mit unserer eigenen Steuersoftware.
Häufige Fragen
Der Controller (Sending Unit) übersetzt das Videosignal in ein LED-Datenformat und verteilt es. Die Receiving Cards in der Wand steuern damit die einzelnen Module an.
Nicht zwingend. Für Standalone-Werbung gibt es asynchrone Media-Player, die Inhalte und Zeitpläne eigenständig abspielen und sich per App oder remote aktualisieren lassen.
Das ist heikel, weil Empfangskarten oft herstellerspezifisch sind und zur jeweiligen Software passen müssen. Wir stimmen die gesamte Signalkette aufeinander ab, damit alles sauber zusammenspielt.
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Passende Ratgeber
Eine LED-Wand kann für das bloße Auge perfekt aussehen und auf der Kamera trotzdem flackern. Der Grund ist die Refresh-Rate — eine Kennzahl, die besonders zählt, sobald gefilmt oder im Studio gearbeitet wird.
Eine LED-Wand ist mehr als die sichtbare Fläche: Dahinter stecken Unterkonstruktion, Statik, Stromversorgung und Wartungszugang. Eine saubere Planung dieser Punkte entscheidet über Sicherheit und Lebensdauer der Anlage.
SMD, COB, GOB, IMD — hinter diesen Kürzeln stecken verschiedene Bauweisen, wie die einzelnen LEDs auf das Modul kommen. Die Bauweise entscheidet über Robustheit, Kontrast, Blickwinkel und darüber, wie fein der Pixel-Pitch werden kann.